Sonntag, 23. Oktober 2005

Il conto, per favore.

Dass ich mir natürlich vorgenommen hatte, kurz nach dem Start zu winken, habe ich - wie sollte es eigentlich auch anders sein - vergessen. Eben noch mal gelesen und zu meiner Verteitigung habe ich vorzubringen, dass ich in dieser elend großen Maschine zu jeweils drei Sitzplätzen pro Seite gar keine Chance hatte, auch nur ein Dächerzipfel deutschen Bodens zu sehen. -.-

Aber so mies auch der Hinflug war, so bereichernd war doch der gesammte Urlaub wieder. Tief im Herzen habe ich mir das sonnige Gemüt Italiens verankert und muss nun wehmütig aus dem Fenster in die graue Vorstadtstraße meiner Welt schauen. Dazu läuft das neue Depeche Mode Album, dss ich zur Rückkehr geschenkt bekommen habe und unweit steht mein Koffer, aufgemacht aber nicht ausgepackt.

193 Bilder befinden sich auf meiner Digitalen, die Hälfte der Nachtaufnahmen kann ich sicherlich in die Tonne krachen und solang noch die wirklichen Erinnerungen am Sonne, STrand und Meerklischee hängen, werde ich mir die Photos auch nicht anschauen, da die mehr oder minder einfach nur enttäuschend sein werden.

Recht kühl ist es doch und aus der Gewohnheit heraus hatte ich schon den Impuls, mir einen Cappuccino zu machen, bis ich feststellen musste, dass der mitunter gar nicht so schmecken wird, wie der im ambientreichen, kleinen Café. Tja. So wird es wohl eine Tasse Tee werden und ein warmer Pullover, womit ich versuchen werde, den angekratzen Tag noch etwas zu retten, da ich erst in den Morgenstunden vom Flieger ins Bett gefallen bin.

Vielleicht bleibt es Zuhause doch am schönsten. Wer weiß. - Dennoch schön, wieder dazu sein, gleich als wäre ein siebentägiger Auslandsaufenthalt wieder etwas Weltbewegendes gewesen. - Jedenfalls hatte es in die Richtung etwas. (:

Celice.

Freitag, 14. Oktober 2005

Strahlemann.

Bei den Verhältnissen, für die ich morgen aufstehen muss, sollte ich eigentlich nicht mehr wach sein. Schon gar nicht mehr vorm PC sitzen und an der Tastatur tätig sein. Aber ich mag trotzdem noch schnell ein paar Zeilen hier hinterlassen, die auch nicht so arg lang ausfallen werden.

Ich werde nämlich in knapp 4 Stunden aufbrechen um Richtung Münchner Flughafen zu düsen, um dann dort meinen Flug nach Neapel zu nehmen. *strahl* Es sind zwar bloß 7 Tage, aber immerhin. Deshalb bleibt es jetzt erst einmal beim Stillstand, während ich ergötzend die italienische Sonne genießen werde.

Wenn ich über Deutschland abhebe, wird einmal kurz gewunken und dann bis in einer vollen Woche. *lach*

Gute Nacht,

Celice.

Donnerstag, 13. Oktober 2005

alle meine Sinne.

Langsam aber sicher fangen meine Augen an zu schmerzen. Daher habe ich ein wenig Musik eingelegt und lasse gerade den fast fertigen Tag in meinem Gehirn noch einmal durchlaufen.

Was ich heute getan habe? - Mich mit selbstgemachten Eierkuchen vollgestopft, den restlichen Apfelmus auf meiner Zunge zergehen lassen und zuletzt mit dem Löffel ein paar Muster in den Zucker gedrückt.

Ich habe mit Ton die Grundidee meiner Skulptur für den Gasbetanstein ausgearbeitet, musste allerdings schon nach einer halben Stunde zu dem Ergebnis kommen, dass die eigentliche Idee mir so nicht mehr gefällt. - Ich habe es gelassen. Bin eigentlich fest davon überzeugt, alle Gedankengerüste wieder über Bord zu werfen und mir etwas Neues unter der Anweisung: «etwas, sich öffnendes» zu entwerfen. - Ich bin mir so uneinig. Belastend.

In die Nähe meines eigen gefärbten Papiers habe ich immer noch keine Feder gelassen. Ich erinnere mich noch an die Nacht, in der ich es mit Kaffee tränke. Da strömten mir die Worte nur so durch den Kopf und ich wollte sie noch in jenem Moment fassen, redete mir allerdings ein, dass dies nicht nötig sei, denn sie würden, wenn das Papier getrocknet sei, wieder vorherrschend in meinem Geist sein. - Nur leider scheint dies bislang ein Irrtum zu sein. Denn keiner dieser süßgehauchten Liebesbotschaften befindt sich weder in meinem Kopf noch auf Papier. - Fast ebenso belastend.

Ich weiß nicht, was mich momentan weiterbringen könnte. Verwirrend.

Celice.

Mittwoch, 12. Oktober 2005

Kurz vorm Stück Kuchen.

«Heute werden sich Ihre Wünsche erfüllen. Sie können endlich den ersehnten Sieg erringen und einen großartigen Erfolg feiern. Lassen Sie sich die Stimmung nicht von ein paar Neidern vermiesen, die Ihnen einreden wollen, Sie hätten einfach nur Glück gehabt. Sie sind allein durch Ihren Leistung zu diesem Ergebnis gekommen.»


Also in aller Ehrlichkeit habe ich heute davon nicht viel gemerkt. Im Prinzip gar nichts. -.-

Wenn ich mir die letzten Stunden so durch den Kopf gehen lasse, muss ich mir doch mehr oder minder eingestehen, dass ich aus reiner Langerweile heute zu gar nichts gekommen bin. Ich war weder Einkaufen, noch habe ich nach neuem Lesestoff gesucht oder gar den Brief geschrieben, den ich schon längst versandfertig auf meinem Tisch liegen haben wollte.

Zufrieden mit dieser Bilanz bin ich nicht, zumal ich mich frage, was ich dann gemacht habe? Gegammelt. Toll. Sollte man vielleicht auch mal machen. Ich allerdings nicht, denn eben fühle ich mich etwas mies. Ich glaube, dass dies mein schlechtes Gewissen ist, was sich da böse meldet. Zudem weiß ich, dass ich morgen sicherlich wieder krachen gehen werde, da ich heute nichts gemacht habe. - Gut, seit mehreren Stunden versuche ich mir einzureden, dass der Abend ja noch jung ist. - Hach, selbst im kuschligen Bett kann man einige Dinge erledigen... aber eigentlich wollte ich ja... Ach Mann. Was sollte man Vorrang schenken? Der Pflicht oder dem eigenem Bedürfnis?

Dann musste ich ja heute auch mein Date absagen. - Er meinte nur ganz unverständlich, wie man den eigenen Urlaub vergessen könne. Die Antwort habe ich ihm natürlich nicht gegeben. -.-

Ich hätte verdammt Lust auf eine Halloweenparty. - Hm.

Und dann bin ich am Überlegen, ob ich morgen meine schwarze Hose anziehen. Mit schwarzen Zickenschuhen (*kicher*) und 'nem schwarzen Oberteil. Habe nämlich heute festgestellt - was beweist, dass ich doch nicht ganz untätig war - dass zu blonden Locken schwarze Sachen doch sehr gut passen. Im Moment wirke ich ziemlich blass dazu, was mich stört. Keine Ahnung, woran das liegt. Jedenfalls bügel ich später die Hose sicherlich noch, damit mir morgen doch die Option steht. (:

Celice.

Dienstag, 11. Oktober 2005

Zuckerbohne im Kaffeemantel.

Okay. Hätte ich heute einen Tag gehabt, den man ohnehin schon irgendwie im Umgang sprichwörtlich «in die Tonne treten» könnte, würde ich mich jetzt maßlos darüber echauffieren, dass der Beitrag, den ich gerade in mühevoller Kleinstarbeit geschrieben hatte, jählings weg war. Tja.

Komisch ist nur, dass ich gerade - wie bereits erwähnt - die schönen Dinge niedergeschrieben hatte, die mir heute passiert sind, mir nun allerdings wieder nur Situationen einfallen, die mich gleich wieder in Richtung Plamenspitze treiben. Gleich so, als wäre das Schöne nur solang von gewisser Dauer gewesen, bis ich es jemand erzählt hätte und dann wäre es ausgelöscht. - Verwirrendes Gefühl.

Momentan denke ich an das provisorisch gebastelte Armband aus einem Klebestreifen und einer Büroklammer bestehend, welches ich von einer Freundin bekommen habe, aus lauter Übermut und Freude über das Resultat unserer geleistenden Arbeit. Dann fällt mir der Teller Milchreis ein, mit einem extra Löffel Zimtzucker, den heute mein Magen begrüßt hat und an der Frage nach einem Bild von mir, die ein junger Spund mir stellte. Vehement lasse ich den Gedanken in meinem Kopf nicht zu, was er damit wohl will. Arg. (;

Ach, und natürlich kommt mir wieder das unsagbare Glück von Zufällen in den Sinn, welches mich zu überhäufen scheint. - Noch als ich daheim war, freute ich mich darüber, dass ich für Samstagabend ein Date hatte, bis mir wenig später wie Schuppen von den Augen fiel, dass ich doch bereits am Samstagmorgen im Flieger sitzen werde.

Außer Frage steht, dass ich bereue, endlich mal wieder durch die Lüfte fahren zu können, wenn mich am selbigen Tage ein Herr um ein Date bittet, allerdings scheint mir es doch in letzter Zeit immer häufiger zu passieren, dass erfreuliche Ereignisse an einem und demselben Tag ihre Aktion festlegen. So ging es mir auch mit der Rodinausstellung und dem Coldplaykonzert. - Verflixt eben.

Ein schöner Tag war es trotzdem, denn selbst die kleinen Dinge, die sich Stück für Stück anhäuften,trugen unwahrscheinlich zur Steigerung meiner Laune bei. (: Es sind eben die kleinen Dinge. Irgendwie, ja. - Na ja. :)

Celice.

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