Vor minder 5 Sekunden ist mir doch wieder eingefallen, dass ich in binnen 5 Tagen in den Urlaub fliege! Hach, da steigt das Herz doch gleich freudig. (:
Demnach habe ich einfach beschlossen, meine Haare jetzt noch etwas im Licht als gülden zu betrachten, mir dann eine heiße Schokolade zu machen, ins Bett zu hüpfen und den Herzschmerz über mich ergehen zu lassen. - Also, wenn ich die Planung nicht innerhalb weniger Sekunden wieder über den Haufen werfen:
Schönen Abend wünscht:
Celice.
Celice - 10. Okt, 20:16
Wenn eigentlich nicht das Eigentlich wäre, würde ich sagen, dass ich eigentlich einen recht angenehmen Tag hatte. Nicht unbedingt stressig, aber auch nicht unbedingt aktionsreich. Mir scheint es im Moment so, als würde die Welt nur so neben mir dahin pletschern und ich könnte nicht mehr, als dies hinzunehmen, ohne wahre Aktion dagegen oder dafür.
Das Ziehen der Zeit kann ich nur machtlos mit anschauen und momentan schaffe ich es nur schwerfällig mich aufzuraffen. - Immerhin liegen auf meinem Schrank noch vier große Leinwände, die ichversprach zu füllen. Und daraus ergibt sich schon wieder die Tücke, in der ich immer zu hören bekam: «Wir haben keine Zeit. Wir müssen sie uns nehmen, Kind.» Tja.
Ich glaube, ich verschiebe alle Dinge, die ich heute vorhatte, auf morgen. Zwar nicht unbedingt die beste Idee, die ich augenblicklich habe, aber mir steht mehr der Sinn nach etwas gehauchter Liebe. Habe nämlich gestern trotz allen Strebungen meines Kopfes Kabale und Liebe doch aufgenommen. - Ich glaube, das gibt jetzt Sinn.
Celice.
Celice - 10. Okt, 20:07
Mein Gott. Es ist für meine morgigen Aufstehverhältnisse viel zu spät. - Aber dennoch:
Ich bin mir irgendwie ziemlich unsicher, in welches der beiden Layouts ich nun verliebt bin. Dieses Helle mit der Dramatik des dazu gehörigen Mangas oder etwa das Dunklere?
Vielleicht sollte ich eine Nacht drüber schlafen. Aber müde bin ich nicht. Ich bin aufgewuschelt. (Insofern es das Wort überhaupt gibt. Hm.) Unmöglich jetzt schlafen gehen zu können.
Und jetzt? *lach* - Irgendwas hat mich angesteckt. - Ich geh' ins Bett.
Celice.
Celice - 9. Okt, 22:50
«Zur Erinnerung von Deiner Mutter
zu Weihnachten
im IV. Kriegsjahr
1917»
Diese Zeilen habe ich heute auf dem Flohmarkt in einem Posiealbum gefunden. Ein eiskalter Schauer lief mir über den Rücken, als ich nach mehrern Versuchen endlich die Schrift entziffern konnte, wenngleich die Zahlen doch sehr gut lesbar waren. Die Tinte an sich war noch sehr gut erhalten, aber die Leserlichkeit für meine Augen einfach zu schwer, als dass ich die Erinnerungssprüchlein aus der Spanne von 1917 bis 1923 verstehen konnte.
Ich habe dieses halb zerflederte Büchlein nicht mitgenommen. Wahrscheinlich, weil ein komisches Gefühl an ihm hing und ich mich wie ertappt fühlte, gleichsam in einem fremden Leben zu lesen.
«Schütze Dich Gott.»
Bis auf einen Schokoapfel, der irgendwie mehr nach Nugat als nach Apfel schmeckte, gab es heute für mich nichts. Es war einer dieser berühmten Gammelsonntage, die ich eigentlich nicht ausstehen kann und mehr oder weniger doch daheim verbringe. Aber an diesem Herbsttag war ich mehr draußen als drinnen.
Gerade eben habe ich noch etwas Briefpapier mit Kaffeesatz gefärbt. Meine Finger riechen aber mehr nach Schokoladencappuccino. Vielleicht habe ich mich einfach nur vergriffen. Wer weiß. - Ich nicht.
22.40Uhr läuft auf ZDF die Wiederholung - für mich - von Kabale und Liebe. Keine direkte Ahnung, ob ich ihn noch ein weiteres Mal anschauen werde. Verweinte Augen tragen sich schließlich nicht gut.
Mal sehen.
Celice.
Celice - 9. Okt, 21:44
Ich hätte doch sofort, als ich es beschloss, zurück ins Bett kriechen sollen, dann wäre ich nämlich nicht auf
die , auf
die und irgendwann auf
die Seite gekommen. -.-
Vor dem Abscheiden habe ich keine Angst. Nur vor dem wie. - Schon immer hege ich grausige Horrorvorstellungen vor diesem «lebendig begraben» werden.
In meinem früheren Leben - leider habe ich vergessen, es zu speichern - war ich ein kränklicher Astrologe, lebte in Thailand und bei der Spalte, wie ich gestorben bin, stand folgendes:
«buried alive»
Verflixt. -.-
Celice.
Celice - 9. Okt, 11:42
Sonntage sind bei mir immer noch die Tage, an denen mich kein schrillender Ton meines Weckers aus dem Schlaf zerrt. Ich wache meist dann auf, wenn ein größeres Fahrzeug mit höherer Geschwindigkeit über die kaputte Straße vor meinem Haus brettert und ich dabei halbwegs ausgeschlafen bin, um von diesem Scheppen munter zu werden.
Heute allerdings war es komisch. Die Welt fühlt sich wie ausgestorben an. Ich weiß nicht einmal, von welchem Geräusch ich heute aufgewacht sein soll, aber ich weiß, dass ich relativ ungläubig aufgestanden bin, aus dem Fenster geschaut habe und feststellen musste, dass sich in dem Park vor meiner Tür niemand befand.
Als die Tage noch wärmer waren, hörte ich jeden Sonntag Hundegebell in den verschiedensten Tonlagen. Aber selbst das fehlt seit geraumer Zeit. - Wenn mir das Datum nicht Sonntag anzeigen würde, würde ich sogar daran anfangen zu zweifeln.
Das fehlende Nichts dort draußen scheint aber irgendwie auch auf mich überzuspringen. Ich habe einen riesen Berg an Ideen in meinem Kopf, die ich irgendwann irgendwo und irgendwie einmal behandeln wollte, jedoch lässt sich keine wirklich fassen. Weil keine notwendiger als die andere ist und ebenso nicht ergreifend. Kurzum: Keine Ahnung, was ich jetzt machen soll. Vielleicht wäre es klug, sich einfach noch mal ins Bett zu legen und zu warten, bis der Sonntag gewohnt wird.
Celice.
Celice - 9. Okt, 11:18

Und ich geh' jetzt schlafen, da nichts mehr zu passieren schient. - Na gut. Vielleicht dauert es auch noch ein wenig, bis ich das verinnerlicht habe. - Gute Nacht.
Celice.
Celice - 8. Okt, 22:39
Trotz genügend Schlaf fühle ich mich schon wieder müde. Irgendwie geschlaucht und ich weiß nicht einmal wovon. Vielleicht liegt es an meinem schlechten Gewissen, gestern meinen Freunden nichtsgründig abgesagt zu haben. - Ich bin noch vor unserer ausgemachten Uhrzeit ins Bett gefallen; die Augen schwammen und mein Kopf dröhnte. Ich hatte keine Lust und heute ärgere ich mich.
Obwohl ich den Tag mehr mit mir selbst verbracht habe. Oder gerade deshalb. - Eine riesen Runde durch die herbstliche Welt gedreht und Bilder gemacht. Danach habe ich in der Stadt ein Heftchen nur mit weißen Seiten gesucht. Schier unmöglich so etwas zu finden, wenn die Hauptschreibwarenländen geschlossen haben.
Mein Abendbrot liegt mir schwer im Magen. Ich könnt' ins weiche Federbett fallen.
Celice.
Celice - 8. Okt, 20:48
Als ich gestern Nacht noch außerplanmäßig durch die Stadt lief, wollte ich die tanzenden Blätter unmittelbar vor mir fotografieren. Ärgerlich war nur, dass sie zu schnell für meinen vollbepackten Körper waren und eh ich die Digitale draußen hatte, musste ich feststellen, dass die Blätter wieder ruhig lagen. - Unter gewissem Zeitdruck ein leichts Ärgernis und ich ging weiter, fest entschlossen, das Bedürfnis nach solch einem Foto heute Morgen auf dem Rückweg nach zu holen. - Heute Morgen, als ich ging, war es windstill.
Im Radio läuft gerade das neue Lied von Depeche Mode. - Eigentlich ist mir die Band nie wirklich aufgefallen, wahrscheinlich weil aber und aber tausend Alben in den Regalen stehen und mir diese Überflutung mehr unangenehm aufgefallen ist. - Aber momentan habe ich bei diesem Lied das Gefühl, es einfach lauter drehen zu müssen. Ja, mir gefällt es. «Precious»
Mal sehen, was der Tag heute noch bringt. Ich fühle mich zwar so, als hätte ich die wichtigsten Stunden bereits verpasst, aber vielleicht ändert sich das noch. Obwohl diese halben Samstage nichts für mich sind. Hingegen ist erst Samstag. - Hm.
Celice.
Celice - 8. Okt, 11:27
Minute um Minute scheint es mir, als ob es finst'rer werden würde. Durch meine dunkle Wand bin ich bereits gezwungen, die kleine Lampe auf meinem Schreibtisch anzuknipsen und gleichsam empfinde ich das strahlende Licht von ihr wieder zu hell. Aber ohne ist es auch wieder zu dunkel. - Zwiespalt.
Ich frage mich, ob man das Lied - das ich schon seit Stunden zu hören scheine und die Zeit damit zu vergessen weiß - durch die Wände hört und ob der Bass immer noch so stark wummert, wie er mir zu beginn der ersten Takte vorkam. Ich frage mich außerdem, ob ich bald ein nervös zuckendes Klopfen neben meinem Bett hören werde, das selbst ich bei harten Technoschlägen unterließ. - Aber unfair ist es nicht. Denn im Moment ist es meine Anlage, die läuft. Nicht die ihrige.
Und noch ein paar Impulse lauter. - Niemand ist hier. Niemand in meinem Kopf. Völlig frei, völliges Zurücklehnen und genießen. Augen schließen und vergessen und ein wirres Fliegen der Finger über die Tastatur. Es fühlt sich wie ein Storm an. Mitreißend. - Immer und immer wieder.
Celice.
Celice - 7. Okt, 18:25
Blauer Himmel und draußen ist es unsagbar warm. - Ich schwitze mit meinen zwei dünnen Jacken, die ich heute morgen noch überziehen musste. Ich hätte ein Stück länger schlafen können, quälte mich dennoch aus dem Bett, als die Sonne sich noch nicht einmal unserer Seite zugewandt hatte.
Mittlerweile ist der Tag fast rum. Die Nacht und das Drängen beginnen dann und hier drinnen fühlt es sich wesentlich kühler an; so wie es draußen sein müsste, wenn die Blätter beginnen zu fallen und der Herbst im Schreiten ist.
Ich weiß, dass alle Anfänge schwer sind und ich mich mit jenen immer am meisten plage. Der Fluss ist durchaus stärker, aber bis ich dahin gelange, wird es noch eine Weile dauern. - Letztendlich ist es die Beobachtung und deren Anzahl, die zählt.
Celice.
Celice - 7. Okt, 17:01