Heute öffnet der Weihnachtsmarkt bei uns. - Im Generellen bin ich eigentlich weniger Fan von Weihnachten. Mag ganz daran liegen, dass ich in der traditionellen Auffassung bestehend Familie nicht mehr habe und daher zum Fest der Liebe und derer meistens auseinander gerissen bin und die Besinnlichkeit, den wenig eintreffenden Schneefall und die Kuscheligkeit kaum genießen kann.
Hingegen kommt es mir dieses Jahr so vor, als hätte ich den Geschmack von Lebkuchen eine halbe Ewigkeit nicht mehr im Mund gehabt. Als wäre mir die Idee des Rauches einer Räucherkerze vollkommen aus dem Sinn gekommen und so ist es, dass ich mich irgendwie momentan sehr daran erfreue. Daher gehöre ich auch heute zu den Personen, die zur Eröffnung auf den Weihnachtsmarkt stürmen, um all diese Köstlichkeiten an Geschmäckern, an Gerüchen und an Stimmung durch die Sinne gehen zu lassen.
Von Zeit zur Zeit geht mir immer öfter ein Satz durch den Kopf. Ich erinnere mich an eine junge Frau, die mal mit ihrem Freund neben mir im Zug saß. Sie diskutierte mit ihm über Kunst und da sagte sie unter anderem: "Künstler sehen die Welt anders als wir." Und wenn ich nun seitlich meinen Kopf drehe um aus dem Fenster zu schauen, dann glaube ich, dass sie Recht hatte.
Der Winter naht; an jedem Morgen, an dem ich das Haus zur frühen Stunde verlasse, bereue ich immer mehr, dass ich meine Handschuhe aus dem letzten Jahr nicht mehr finde und wenn ich abends wiederum heimkomme, noch bevor es bereits dunkel geworden ist, fällt mir auf, dass wenn der Himmel wolkenfrei ist, er nicht wie im Sommer hellblau, sondern eisblau scheint. Dann öffne ich gedankenverloren darüber die Lippen und versuche den Atem der Welt eigens durch meine Lungen strömen zu lassen und spüre, wie kalt er geworden ist und wie ich immer mehr versuche, körperliche Aktivitäten zu vermeiden und dabei meine Gedanken beginnen wesentlich weitere Strecken zurück zu legen.
Auch heute kann ich sagen, dass alles gut ist. Irgendwie eben.
Celice.
Celice - 25. Nov, 16:25
Yeah.
Ein Atemzug; ich strotze. Fühle mich voll gepumpt mit Optimismus, Glücksgefühlen und freier Seeligkeit, obwohl dies so gar nicht meins ist und dennoch stört es mich nicht, denn ich strotze voller Intensivität.
Ich bin der festen Annahme, dass ich ein Schicksal - in ein Buch gebannt - einfach verhindern kann, indem ich nicht weiter lese. Ich ärgere mich um jede grausame Zeile und erfreue mich an Bässen, die seit Stunden in meinem Ohr dröhnen. - Meine Nackenmuskulatur wummert und mir scheint es, als hätte ich das Schreiben, die Traurigkeit und das Regenwetter in meinem Herzen für immer verloren. Was für ein ergreifender Zustand. Was für ein erschlagend schöner Moment.
Es muss ganz an dem Gift liegen, das mir vom Herz ausgehend in den Kopf geschossen ist. Betört und in blinder Hingabe allen Schönheiten der Zeitlupenaufnahme verfallen, sehe ich die Welt augenblicklich lächelnd, wenngleich es dunkel ist. Ganz eigenartig, dass mich das Novembergefühl der Außenwelt im Inneren so gar nicht übermannen will. - Es ist und bleibt so: Einmal gestochen, auf ewig infiziert. - Ich trotze also.
Es ist einfach nur gut. - Einfach nur gut. (:
Celice.
Celice - 24. Nov, 20:40
Momentan scheint mein Kopf etwas leer zu sein. Oftmals geht es mir so, dass ich mich abends an den Schreibtisch setzte und mir durch den Kopf gehen lassen will, was ich getan habe. Ich komme ins Grübeln und ich weiß nicht einmal wieso. Ist es zu viel oder gar zu wenig, was geschieht oder ist es zu unbedeutend, sodass es sich mein Hirn nicht merkt?
Wenn ich am Tisch sitzte, habe ich meistens noch die Chance eine mehrminütige Besinnungszeit einzulegen, bis der gewünschte Aha-Effekt eintritt. Schlimmer jedoch ist es, wenn ich gefragt werde. "Was hast du gemacht?" - Auf die Frage: "Was machst du?" gibt es eine einfache Antwort. - Nichts.
In irgendeiner Sendung ist mir mal aufgefallen, dass sich Freunde dort aus dem Impuls heraus angerufen haben mit der Frage: "Was machst du gerade?" - Dann schaute ich auf mein regungsloses Funktstück.
Jedenfalls muss ich morgen zum Zahnarzt. Ich glaube, dass mich dadurch irgendwie der Wahnwitz gepackt hat. Denn voller Elan der Termine hin bin ich heute in einen kleinen Friseusalon eingefallen, der mir schon immer aufgefallen ist, denn ich fahre ab und zu vorbei. Und ich habe mir wahrhaftig einen Termin geben lassen. Ich schätze einfach, dass es eine Affekthandlung war. Uhnd ob ich den Termin Freitag einhalten werde, weiß ich nicht. - Eigentlich will ich ja. Aber eigentlich habe ich auch Bammel. Nämlich Bammel vor Veränderung. Wenngleich ich etwas anderes brauche. Für mich und für meine Augen. - Für mein Herz.
Aber ob es der Friseur ist... ich wage es zu bezweifeln, aber egal. Ausgemacht, ist ausgemacht.
Die Leinwandbahnen sind wieder eingerollt, die Farbe habe ich aus dem Wagen geholt und die Hälfte der Woche ist rum. Verbleiben noch zwei Tage. - Ich muss irgendetwas dagegen tun.
Celice.
Celice - 26. Okt, 22:30
[Ernsthaftigkeit: aus]
hihi
Ich glaube, ich bin verliebt.
hihi
Aber ich verrate nicht in wen.
hihi
[Ernsthaftigkeit: an]
Was mich so jetzt nicht weiterbringt. - Möp.
Celice - 25. Okt, 22:57

Tja. Was der liebe, lange Tag eben so hergibt. - Mein Start war eher weniger berauschend. Trotz aller Vorsätze bin ich erst in den zweistelligen Morgenstunden aufgestanden. Mir schoss nämlich der wahnwitzige Gedanke in den Kopf, heute an einem freien Tag, es wie damals als ich klein war zu machen und mich mit einem Berliner und einer Tasse Kakao wieder ins Bett zu kuscheln und irrsinnige Zeichentrickfilme zu schauen, die morgens im Fernsehen laufen. - Dabei hatte ich jedoch verfehlt, dass mir damals diese Sendungen gefallen hatten, heute morgen jedenfalls waren sie einfach nur ziemlich langweilig.
Deshalb bin ich dann aufgestanden und da mir noch am Abend zuvor ans Herz gelegt wurde, wenn ich nochmals solch einen leckeren Saft trinken wöllte, solle ich doch morgen für die Apfelsinen und Pampelmusen sorgen. Somit habe ich mich angezogen und bin zum Supermarkt gefahren. Und dabei habe ich etwas Goldiges für meine Zimmereinrichtung gefunden. - Ganz zufällig. - Halt diese kleine Gruselkürbise, die ich noch für ein Photo in der Verpackung gelassen habe. Knuffig, nicht wahr? - Okay, vielleicht sollen sie ja gruslig wirken. Hm.

Hat natürlich noch einen Grund, warum sie noch in der Folie sind. Weil ich noch am Umgestalten bin. Derweil klebe ich die Leinwandrollen zusammen. Und da ich mit den über zwei Meter langen Dingern nicht ganz so weiß wohin, werden sie erstmal über den Schrank gehängt. Das hier sind nur zwei, eine letzte fehlt mir noch. Aber ich wollte erstmal Pause machen. Zurechtschneiden und Kleben ist doch sehr anstrengend und eigentlich hatte ich heute auch noch vor, sie zu bemalen. Schaffen werd ich's wohl nicht mehr. Zumal ich noch Farbe gekauft habe, die jedoch noch unten im Wagen liegt. - Mist, halt.
Celice.
Celice - 25. Okt, 19:56

Und weil ein «Vorher-Nachher-Vergleich» der Ursprung aller Erkenntnis ist, habe ich noch fix ein Bild von dem geleerten Glas gemacht. - Oh Mann. Die späte Stunde macht meinem Hirn zu schaffen. Aber sei's drum, ich könnte das Schaf auf dem Bild stundenlang anschauen. Aber vielleicht verschiebe ich das ganz einfach auf einen anderen Tag. *lach*
Gute Nacht draußen.
(:
Celice.
Nachtrag:
Ist es eigentlich oftmals so, dass Dinge auf Bildern wesentlich interessanter aussehen, als in der Wirklichkeit? Und ist es eigentlich auch normal, dass es leider meistens andersrum der Fall ist? Ich meine... bei mir ist das jedenfalls so. Und bei dem Schafglas auch.
nachdenklich
Celice - 24. Okt, 23:43

So schaut ein Glas aus, das mit frisch gepressten Apfelsinen und Papelmusen gefüllt ist. Verdammt lecker, verdammt frisch und verdammt aufbauend. Und eigentlich mit dem Schaf drauf auch verdammt süß. *kicher*
Celice.
Celice - 24. Okt, 18:46
Einmal ganz von diesem Hindernis heute morgen, welches sich von ganz allein - nämlich durch einfaches Gehen - erledigt hatte, abgesehen, war mir schon beim ersten Augenaufschlag klar gewesen, dass dies kein guter Tag heute sein würde. Mir ist in diesem Zeitpunkt nämlich der Arzttermin eingefallen, der mir noch bevor steht.
Und da er so spät angesetzt ist, zieht sich der Tag erst recht fodernd auf diese Uhrzeit hin und das wirkt sich arg belastend auf meine Motivation aus. Im Dauerlauf befindet sich - seitdem die Räume leer sind - lautstark Depeche Mode, wobei ich feststellen musste, dass umso lauter der Regler wird, umso durchdringender auch die Musik Einfluss auf mich nimmt.
Wahrscheinlich werde ich nachher mich aufbequemen und ausführlich duschen, danach mehrere Herzschläge lang überlegen müssen, was ich nun anziehen soll und irgendwann entnervt in die Bahn steigen, weil ich weiß, dass mir unmittelbar vor der großen Glastür zum Ärztehaus die Knie schlottern werden und meine Magengruben einen Dreher tun wird.
Celice.
Celice - 24. Okt, 13:47
Ganz grausam dieser Morgen.
Ich leide entsetzlichen Hunger, habe aber zu dem Kühlschrank bzw. zum Brotkasten, der mein Frühstück für mich behrbergt, keinen Zugriff, obwohl sich beides nur wenige Meter von mir entfernt befindet. - Einziger Haken: Dazwischen ist ein anderer Raum, durch den ich nicht durch will, weil sich darin eine Person befindet, die ich wiederum nicht sehen will.
Also stecke ich und mein Magen in der Klemme. Kann nur warten bis der Besuch des Zimmers neben mir weg ist und hoffen, dass ich bin dahin nicht bewusstlos umkippe. Arg. Das Knurren meines Magens ist momentan unerträglich. *jammer*
Celice.
Celice - 24. Okt, 11:14